Maurice Ravel
Homöopathie nach der Sehgal-Methode
Viele bedeutende Homöopathen unserer Zeit, unter anderem Vithoulkas, Sankaran und Sehgal haben Hahnemanns Wissen weiterentwickelt, immer mit dem Ziel einer noch genaueren, noch verlässlicheren individuellen Therapie.
Georgos Vithoulkas bekam für seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Homöopathie 1996 den Alternativen Nobelpreis.
Rajan Sankaran und M.L.Sehgal (Indien) entwickelten ihre spezielle Methode der Fallaufnahme.
Ziel ist es, durch eine bestimmte Art und Weise der Anamnesetechnik (Befunderhebung) schneller
und zuverlässiger an den innersten Kern der Störung (der Krankheit) zu gelangen.
Was bedeutet das?
Jeder Mensch hat seine individuelle Wahrnehmung, seine eigene grundlegende Art, das Leben
zu erfahren und zu erleben. Diese Art der Erfahrung drückt sich auf allen Ebenen des menschlichen Seins aus: in der Pathologie, in den Beschwerden, den Gefühlen, den Träumen und in den Empfindungen.
Die Wahrnehmung der Beschwerde, über die der Patient am meisten klagt, drückt in dem Moment seine tiefgreifendste Erfahrung am deutlichsten und intensivsten aus.
Indem der Patient erzählt, wie er die Beschwerden wahrnimmt, wie er mit ihnen umgeht und was
sie für ihn bedeuten, gibt er einen Einblick in sein ganz persönliches „Strickmuster“.
An diesem Punkt setzt der Abgleich mit dem passendsten homöopathischen Arzneimittel an.
Üblicherweise werden Patienten in der Anamnese von ihrer unmittelbaren Beschwerde weggeleitet: „Ich will nicht nur etwas wissen über Ihre Kopfschmerzen, erzählen Sie mir mehr darüber, was Sie für ein Mensch sind, über Ihre Träume, Ihre Gefühle …“ Die Gefahr, den „Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen“ ist dabei relativ groß.
Durch die neue Methodik geht alles viel direkter, denn man geht dorthin, wo sich die Energie des Patienten im Moment gerade befindet. Dadurch wird die Therapie schneller, effektiver und zuverlässiger.